Ein neues Land - FSJ mit Adra

Ein neues Land. Eine neue Sprache. Eine neue Kultur. Viele neue Menschen. Viele neue Freunde. Neues Essen. Ein neues Leben.

Warum man das alles auf sich nimmt? 

Ganz einfach. Der Reiz etwas Neues zu tun; Die Neugier etwas Neues zu erleben; Der Drang anderen Menschen in ihrem Leben weiterzuhelfen; Das Interesse an anderen Kulturen.

Die Idee, Deutschland mal ein Jahr hinter mir zu lassen, kam mir dank meiner Cousine. Auf ihrem Geburtstag traf ich viele Leute, die wie sie, schon einmal ein Jahr im Ausland verbracht haben, und davon total begeistert erzählten und mich motivierten es auch zu tun.

Darauf dachte ich mir: „Das will ich auch!“

Ich bewarb mich mit paar Freunden bei ADRA und nach einigen Infoveranstaltungen und Bewerbungsgesprächen stand es dann fest, dass ich nach Mexiko gehe.

Meine Eltern waren begeistert, dass ich ein Jahr damit verbringen werde, anderen zu helfen.

Ich war mir noch nicht ganz bewusst, dass ich dann bald ein Jahr nicht Zuhause sein würde.

Als ich dann mit den anderen 2 Freiwilligen im Flugzeug nach Mexiko saß, dachte ich mir: „okay, jetzt wird’s langsam ernst“.

Klar hat man am Anfang einige viele Probleme mit der Sprache, mit dem neuem Umfeld und mit den ganzen Regeln… Jedoch lebt man sich relativ schnell ein und der Alltag kommt auch nach einiger Zeit, wenn man dann langsam anfängt zu realisieren, dass man 10000Km von Zuhause weg ist und man jetzt hier ist um das Jahr das man angefangen hat, auch durchzuziehen.

Man kommt sich ziemlich komisch vor, wenn man dann Studenten und Lehrern Englischunterricht gibt, sie einen mit „Teacher“ ansprechen und viele sogar älter sind als man selbst.

Man ist nervös und steht dann oft schwitzend und unsicher vor den Schülern, die einen mit fragenden Augen angucken.

Nach paar Stunden und besseren Spanischkenntnissen geht dann alles viel leichter von der Hand.

Man hat die Schüler mehr oder weniger unter Kontrolle und es macht dann auch oft viel mehr Spaß, wenn man es bisschen lockerer sieht.

In der Grundschule beim Englischunterricht auszuhelfen ist auch eine Welt für sich. Man singt mit ihnen ein kurzes Lied auf Englisch und während dann die Lehrerin den Unterricht gestaltet, helfen wir ihr aus, korrigieren die Hausaufgaben, spielen Gruppenspiele mit den Kindern zum Vokabellernen. 

Das größte Problem ist dabei meistens, dass sich die Kinder nicht lange konzentrieren, oft auch Blödsinn machen und sehr laut sind. Die Klimaanlagen unterstützen den Lärm zusätzlich.

Jede Klasse hat ihre Problemkinder, manche sind mehr, manche weniger anstrengend, dies ist auch oft von deren Laune abhängig.

Ich finde es ist eine Interessante Erfahrung, wenn man dann mit dem was man in der Schule in Deutschland gelernt hat, in so einem Land wie hier in Mexiko, so viel erreichen kann.

Wir bringen den Leuten Englisch bei, das denen bei fast jeder Lebenslage behilflich sein kann, wir helfen ihnen auch, dadurch das sie die Englischkurse belegen, ihren Universitätsabschluss zu bekommen. 

Englisch ist die Weltsprache schlecht hin. Wenn man in die große weite Welt aufbricht, dann kann man sich in fast jedem Land mit bisschen Englisch schon durchschlagen, auch wenn man die Landessprache nicht spricht. Wir geben den Leuten hier eine Möglichkeit, vielleicht doch mal in ein anderes Land zu reisen und dort zu Leben, wo man womöglich bessere Lebensstandards hat.

Natürlich muss nicht jeder ins Ausland gehen um anderen Menschen zu helfen, jedoch wird einem erst richtig bewusst, was man alles in seinem Leben in Deutschland hat, nachdem man im Ausland war und dort seinen Dienst getan hat.

Nachdem man seinen  Horizont sozusagen erweitert hat, kann man dann entweder weiter im Ausland helfen, andere Leute motivieren auch ins Ausland zu gehen oder aber auch den Menschen in Deutschland zu helfen, und denen zu zeigen was sie alles für Selbstverständlich erklären, was eigentlich nicht selbstverständlich für viele Menschen auf der Welt ist.

Nutze die Möglichkeiten, die sich in deinem Leben ergeben und geh mit ADRA ins Ausland.

Es wird dein Leben bereichern, wenn du dich darauf einlässt. 

 

Wer mehr über Daniels aufenthalt erfahren will. Hier ist sein Blog: andaledaniel.blogspot.com

Erstellt am 21.10.2010 von