Friedenslicht aus Bethlehem

Der Weg

Das Friedenslicht wurde am 23.11.2010 in Betlehem, der Geburtsstadt Jesu, entzündet und in einem Spezialbehälter mit dem Flugzeug nach Wien (Österreich) gebracht. Von dort aus wurde es am dritten Advent (Sonntag, 12.12.2010), per Zug von Pfadfindern in mehr als 25 europäischen Ländern verteilt. Die Gruppe "Turmfalken" der Marienhöher  Pfadfinder fuhr an diesem Tag nach Frankfurt zum Fernbahnhof  Flughafen, um das Friedenslicht für Darmstadt in Empfang zu nehmen.

 

Die Bedeutung

Als Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl soll das Licht an alle "Menschen guten Willens" weitergegeben werden. Wer das Licht empfängt, kann damit selbst die Kerzen von Freunden und Bekannten  entzünden, damit an vielen Orten ein Schimmer des Friedens erfahrbar wird, auf den die Menschen in der Weihnachtszeit besonders hoffen.

 

Vor der eigenen Haustür

"Mit dem Friedenslicht kann man den Frieden natürlich nicht herbeizaubern", erklärt Haiko Müller, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Marienhöher Pfadfinder. "Es soll aber bewusst machen, dass wir uns für Frieden aktiv einsetzen müssen - weltweit genauso wie vor der eigenen Haustür." Zum Beispiel könnte man mit dem Friedenslicht auf seinen missliebigen Nachbarn zugehen.

 

In den Medien

Im deutschen Fernsehen wurde das Friedenslicht in der Eurovisionssendung "Adventsfest der 100.000 Lichter" mit Florian Silbereisen bereits Ende November im ersten Programm der ARD präsentiert. Stefan Ivatovic, ein zehnjähriger Junge aus Österreich, der das Licht in Betlehem entzündet und nach Wien gebracht hatte, war  zusammen mit deutschen Pfadfindern zu Gast in der Sendung.

 

Das Friedenslicht ist eine gemeinsame Aktion des Österreichischen Rundfunk (ORF) und verschiedener Pfadfinderverbände. Die Aktion wird seit 1986 veranstaltet und das Licht von Wien aus mit dem Zug in inzwischen über 25 Ländern verteilt.

 

Aktion Friedenslicht

Pfadfinderinnen und Pfadfinder leisten aktive Friedensarbeit. Sie suchen den Dialog mit Menschen anderer Überzeugungen. Mit vielen Aktionen bekennen sie nicht nur ihren Glauben und ihre Überzeugung, sondern treten handelnd für Frieden und Gerechtigkeit ein.

 

Die kleine Flamme aus einer der Krisenregionen der Erde gibt einen konkreten Anlass, persönliche Wertvorstellungen und das, was Menschen verbindet oder trennt, neu zu überdenken. Aufbauend auf der Botschaft Jesu Christi sind die Aktionen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder bei der Weitergabe des Lichtes  Ausdruck des Glaubens und Zeichen der Zuwendung zum Nächsten.


Ein Bericht von Haiko Müller (CPA Darmstadt- Marienhöhe)

Erstellt am 21.12.2010 von Maria Dulewicz

 

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