HILA.06 Siedler von Rhens

Das HiLa 2006 ist vorüber und es hat wohl CPA Verbandslager-Geschichte geschrieben: Noch nie wurde eine Spielidee so wenig vom Regen und der dadurch entstandenen Schwierigkeiten berührt. Die Spontanität,

aus dem Wechsel der Regenschauer resultierend, die von allen Gruppen bei Ausfällen oder Veränderungen des Programms gezeigt und gelebt wurde, hat zu berichtenswerten Erlebnissen geführt.

 

Ob das die Umsiedelung der Bibelkreise, die Aufteilung des bunten Abends oder den Abbruch der Abschlussveranstaltung betraf-, es wurde nie an den Dingen herum genörgelt, auf die wir eh keinen Einfluss haben können. Es sah eher ganz aus nach der Devise: Gib dein Bestes, freu dich daran und bleib flexibel.

Schon der Aufbau, immer wieder unterbrochen von Schauern, lief ohne Zwischenfälle und fand einen Höhepunkt in einem spontan organisierten gemeinsamen Abendessen im Großzelt der Mareinhöhe, zu der alle mitmachenden Gruppen mit ihren Teams etwas beitrugen.

 

Der offizielle Anreisetag blieb bis zum Eröffnungsabend recht trocken, dann leider öffneten sich die Himmelsschleusen und es wurde richtigungemütlich nass-kalt- ein unangenehmer Start für unsere kleinsten

Teilnehmer, die nach wenigen Minuten bibberten und bald in ihre Schlafsäcke verfrachtet wurden- und wer auf diesem Lager keine Regenjacke und Gummistiefel hatte, sorgte sich bald um trockenen Klamotten.

 

Die Vorstellung der Spielidee kam bei den Auftritten der Landvögte, der 5 Metropolenvertreter und der  3 Ausbilder für Abwehrfragen sehr gut rüber und am nächsten Tag begannen rege Handels- und

Tauschaktionen. Das Konzept, bei allen Gruppen Rohstoffe erwirtschaften zu können, führte alle Teilnehmer des Lagers zu allen Gruppen und keiner konnte sich über mangelnde Kontakte beklagen. Rohstoffe sammeln wurde zur Leidenschaft für Groß und Klein und alle waren um die Essenzeiten herum bereit, ihre Abwehrausbildung durch einen in den Bibelkreisen erhaltenen Stempel in ihrem Liedheft nachzuweisen. Dabei kam es tatsächlich nur ein einziges Mal zu einem Rohstoffverlust.

 

Die Orientierungsläufe führte die motivierten Siedler unter Begleitung eines ständigen Regens zu Plätzen rund ums Lager und sie lösten nach Auffinden der zu suchenden Punkte mit Begeisterung die gestellten Aufgaben, um weitere Rohstoffe zu kassieren.

 

Am Ende der beiden Handelstage hatten alle 22 Siedlungen ihre beiden Metropolenausbaustufen erreicht und waren an den Vorbereitungen zu ihren Wettkampfaufgaben, die am Samstagnachmittag präsentiert wurden.

Da gab es jede Menge Kreativität zu bestaunen: Ob nun die Fluggeräte für die rohen Eier der Technikmetropolen, die Sänften der Sportmetropolen, die Bücher und Urkunden der Bildungsmetropolen, die Backerzeugnisse der Agrarmetropolen oder die Aufführungen des klassischen Stückes „Wilhelm Tell“ von Schiller der Theater- und Kunstmetropolen, es gab für jeden Geschmack etwas und eigentlich hätten alle gewinnen müssen (Erfahrungen und Erlebnisse gewann auch jeder!).

 

Doch es konnte nur einen geben und das war am Ende mit großem Vorsprung die Siedlung aus Darmstadt-Zentrum, die ihren Triumphzug durch das Lager genoss. Lieder endete auch der Abschlussabend nicht wie geplant und die tolle Präsentation (findet ihr aber hier auf unserer HP!) eines Bilderrückblicks

auf den Verlauf des HiLas wurde nicht gezeigt (erst war es zu hall und dann zu nass), aber dass dann nach einer verregneten Nacht am Abbautag die Sonne schien und fast alle Zelte einigermaßen trocken eingepackt

werden konnten, entschädigte für vieles.

 

Zusammenfassend sehe ich das HiLa.06 als ein gelungenes Lager, bei dem die Gemeinschaft und der Wettkampf in gutem Miteinander im Einklang mit einer tollen Spielidee möglich waren, viele Lebenshilfen

vermittelt wurden und (fast) alle  entweder bestaunenswert  gelassen oder engagiert reagierten, je nach Notwendigkeit. Und angesichts der ab Montag darauf folgenden Kälte mit weiterer Nässe, war auch das

Wetter im Rückblick nicht ganz so schlecht. Gott sei Dank!

 

Ausblick:

Viele Siedlungen haben am Ende des HiLa.06 ihre Restrohstoffe auf die Bank eingezahlt, um sie im kommenden Jahr in Hauenstein aufdem FroLa.07 als Pioneer-City-Dollars ausgezahlt zu bekommen. Denn dort werden die CPA eine Stadt gründen, in der alle möglichen Dienstleistungs- und Geschäftsideen ihren Platz finden werden.

Erstellt am 01.07.2006 von Christian Faber

 

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